Server-Umzug

Das Keimzellen-Blog ist auf einen neuen Server gezogen!

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Mangel und Überfluss

Im Abendblatt beklagt die kaufmännische Geschäftsführerin von Hamburg Wasser, in Hamburg werde zu wenig des von ihrem Unternehmen vertriebenen Stoffs verbraucht.

Dass in Norddeutschland prinzipiell kein Mangel an Wasser besteht durften wir ja in den letzten Tage am eigenen Leibe zu Genüge erfahren.
Doch wir wissen auch, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen das Nass von oben nicht in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt wird. Gerade in diesen Trockenperioden würden wir als Gärtner_innen der Aufforderung von Frau Leroy gerne nachkommen und mehr Wasser verbrauchen. Das allerdings wird uns nicht gerade leicht gemacht: obwohl ein Unterflurhydrant direkt vor der Keimzelle liegt, ist die Wasserentnahme mittels eines Standrohres mit einem derartigen bürokratischen Aufwand verbunden, dass dies eine echte Belastung für ein rein ehrenamtlich betriebenes Projekt darstellt. Die Vorschriften für die Ausleihe eines Standrohres und damit verbunden Gebühren zielen ganz offensichtlich ausschließlich auf eine gewinnorientierte, wirtschaftliche Nutzung und sind mit unserer Realität nicht in Deckung zu bringen. Das betrifft bei weitem nicht nur die Keimzelle: für alle Gartenprojekte ist letztlich die Wasserversorgung eine Existenzfrage.
Wenn Hamburg Wasser schon “zu viel Wasser” hat, sollte der Zugang dazu für Projekte, denen es daran mangelt, nicht unnötig erschwert werden.
Mit einer kostengünstigen und unbürokratischen, dauerhafte Standrohrausleihe wäre allen geholfen.

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Sonntag mit Pilz und Klee

Nachdem es an Pfingsten reichlich Segnungen von oben gegeben hatte, erübrigte sich am Sonntag das Gießen in der Keimzelle vollständig. Stattdessen konnten weitere Pilze geerntet werden, deren Wachstum das gegenwärtige Wetter sichtlich gut bekommt. Inzwischen herrscht weitgehend Konsens, dass es sich um schmackhafte Wiesenchampignons handelt.

Auf der Dependance-Fläche wurden als Reminiszenz an die industrielle Landwirtschaft Maiskörner in exakt parallelen Reihen ausgebracht, wobei es sich natürlich um Bio-Mais handelt, der keinesfalls zu “Bio”-Sprit verarbeitet werden soll. Zudem wurden Ringelblumen und Bohnen gesät, und wir konnten mit Freude feststellen, dass der Topinambur seinen neuen Standort offenbar gut angenommen hat.
Als erster Ernteertrag des Beetes konnte ein vierblättriges Weißkleeblatt eingebracht werden. Wir sind des Aberglaubens ja eher unverdächtig, nehmen das aber einfach mal als gutes Zeichen.

Die lokale Fauna statte der Keimzelle diesmal in Form eines jungen Wildkaninchens einen Besuch ab. Ob sich der Nager nur auf der Durchreise zu einem neuen Revier befindet oder aber sich an der Ölmühle niederzulassen gedenkt, wird sich in Kürze an der Löwenzahnpopulation rund um die Hochbeete ablesen lassen.

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Donnerstagsgärtnern mit Überraschungsbesuch

Das gestrige Gärtnern wurde zwischenzeitig durch unerwarteten Besuch unterbrochen: die junge Rabenkrähe hatte es zwar aus dem Nest geschafft, für den Rückweg reichte die Flugfähigkeit aber noch nicht.
Die Eltern saßen laut rufend in den Bäumen und bewarfen die Keimzellen-Aktivist_innen mit Ästen, sobald der Abstand zum Jungvogel zu gering wurde. Die Bemühungen, den Gast in Ruhe zu lassen und sich in einige Entfernung zurück zu ziehen, wurde durch die aktive Neugier des Vogels konterkariert. Das Tier suchte offensichtlich die Nähe der Menschen und hüpfte diesen hinterher, wenn sie sich entfernen wollten. Zum Glück für Keimlinge und Krähen war jedoch auch eine in der Wildtierbetreuung erfahrene ehrenamtliche Tierheimmitarbeiterin anwesend. auf deren Rat hin die Jungkrähe mithilfe einer der bewährten Bäckerkisten in einen benachbarten, ruhigen Hinterhof gebracht wurde, wo sich die Altvögel in Ruhe um sie kümmern können. Ob die ganze Aktion für den Vogel oder für die Gärtner_innen aufregender war, lässt sich schwer einschätzen.
Immerhin konnten nach dem glücklichen Ende des Besuchs ein weiteres Tomatengewächshaus errichtet und weitere anstehende Tätigkeiten verrichtet werden.
Unter anderem wurde das Tellerkraut aus dem Gewächshaus exiliert, da es sich anschickte, dieses komplett zu überwuchern. Experten schätzen, das bei gleichbleibender Wachstumsrate im Oktober etwa 90% der Keimzelle von Tellerkraut bedeckt sind…
Zu guter Letzt können wir noch berichten, dass sich inzwischen auch Champignons unaufgefordert an den Hochbeeten angesiedelt haben. Ob es sich um wohlschmeckende Wiesenchampignons oder aber doch eher um giftige Karbolchampignons ist noch nicht abschließend geklärt.

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Unser Areal: 3 Jahre Rinderwahnsinn auf St. Pauli

Niemand hat sie Absicht ein Einkaufszentrum zu errichten.

Auf der Webseite von Unser! Areal wird eine eher ernüchternde Bilanz der Auseinandersetzung über die Rindermarkthalle in den letzten drei Jahren gezogen:

„Sicher ist im Moment nur:

Eine HALLE FÜR ALLE wird die Alte Rindermarkthalle NICHT werden.

Dafür aber ein Gelände voller Kommerz und Erlebnis-Shopping.

St. Pauli hätte etwas Besseres verdient.“

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Jetzt wieder regelmäßig Gärtnern

Das Angärtnern war fein – Pflanzensetzlinge und Saatgut wurden in die Erde gebracht – AB JETZT IST GARTENZEIT – wir treffen uns wieder regelmäßig am Donnerstag ab 17 Uhr und am Sonntag ab 16 Uhr – ansonsten ist die Keimzelle offen für alle und allerzeit.

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Angärtnern in der Keimzelle | Impressionen vom 28. April 2013

Bei strahlendem Sonnenschein war das Angärtnern 2013 für alle Beteiligten ein Vergnügen. Wir waren ein Haufen Leute, so dass parallel zur anfallenden Arbeit ausgiebiges Plaudern nicht zu kurz kam. Zu den nicht-menschlichen Beteiligten, auf die es ab jetzt umso mehr ankommt, gehören Bohnen, Erbsen, Kürbis, verschiedene Salate, Radieschen, Sonnenblumen, Blumenkohl, Kartoffeln und Kräuter wie Basilikum, Estragon, Majoran, Petersilie, Dill und Koriander. Gutes Gedeihen wünschen wir auch den drei Johannesbeersträuchern. Wegen der zusätzlichen Hochbeete, die wir letzten Herbst gebaut haben, ist immer noch viel Platz für weitere Pflanzen und wuchtigen Wachstum.

Auf den praktischen Teil folgte dann bei untergehender Sonne und sich langsam breit machender Kälte drei Reden über Protestgemüse von der Soziologin Christa Müller, von dem Stadtforscher Moritz Rinn und von dem Philosophen und Keimzellen-Aktivisten Harald Lemke. Auf Bänken und Kisten lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer den kurzen Vorträgen, bei denen die politische Bedeutung urbaner Gemeinschaftsgärten zur Sprache kam. Diese Veranstaltung der Keimzelle fand im Rahmen der Protestkulturwoche St. Pauli statt. Wenn wir es schaffen, wird es demnächst eine frei zugängliche Dokumentation der Reden geben. Der Text von Harald Lemke ist hier bereits abrufbar.

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Neue Erdarbeiter*innen

Die Keimzelle begrüßt ca. 1000 neue Mitarbeiter*innen!

Die Rotwürmer werden sich darum kümmern, die Erde aufzulockern und organisches Material aufzuarbeiten, so dass die künftigen Pflanzen ausreichend Nährstoffe für ihr Wachstum haben.

Natürlich sind auch weiterhin Menschen willkommen, die Hochbeete betreuen und gemeinschaftlich gärtnern wollen.

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Angärtnern mit Allen und Reden über Protestgemüse

Sonntag 28. April •  Sonntag 28. April •  Sonntag 28. April •  Sonntag 28. April

Angärtnern ab 16 Uhr. Wir eröffnen gemeinsam mit Allen die neue Gartensaison. Die Beete sind hungrig auf Saatgut und Setzlinge.

Protestgemüse ab 18 Uhr. Wir erwarten tolle Gäste, die über das Gärtnern in der Stadt und die Alte Rindermarkthalle sprechen werden. Mit Moritz Rinn, Christa Müller und Harald Lemke.

Unsere Frage ist: Kann ein kleiner öffentlicher Gemüsegarten gesellschaftsverändernde Praxis sein? Der Kulturkritiker und Philosoph Slavoj Zizek behauptet, dies sei nur denkbar, wenn wir uns von der Vorstellungen einer Großen Revolution verabschieden. Die protestphilosophische Frage ist also, inwiefern das, was wir in der „Keimzelle“ tun, eine politische Handlung und wirksame Form des Protestes ist?

Praktisch beackern wir diese Frage durch das gemeinsame Angärtnern mit allen, die wollen, und durch das Bestücken unserer Hochbeete mit Keimlingen. Theoretisch wollen wir uns dieser Frage in einem kleinen Open-Air-Symposion stellen, zu dem die drei Gäste Christa Müller, Moritz Rinn und Harald Lemke kurze Statements vortragen, um ins Gespräch zu kommen über die Lust auf Protestgemüse und selbstgemachtes Stadtleben.

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Erde Frühling Mist

Auch wenn unser Gast aus Mainz fror (im Süden, da war es ja nicht so kalt), wir haben am Sonntag die milden Temperaturen genossen und fast vier Stunden Erde geschaufelt, die Tafel neu gestrichen, Mist verteilt, umgegraben und kleine knuddelige Gewächshäuser aufgestellt (Gartenzwerg nicht inklusive – würden aber hervorragend dazu passen;-)

Umpflügend bereiten wir so unser kollektives Angärtnern vor: (Save the Date) Sonntag 28. April – ab 16 Uhr Angärtnern, mit allen die dazu Lust haben – ab 18 Uhr Reden über Protestgemüse mit Beiträgen von Christa Müller, Moritz Rinn und Harald Lemke

Damit dieses Ereignis schon mal emotional antizipert werden kann, möchten wir hiermit auch ein Teil der neuen, noch jungen Keimzellen-Bewohner_innen vorstellen. So macht man das wohl mit Neugeborenen. Entsprechend ihres zarten Alters zeigen manche noch wenig ihrer charakteristischen Eigenschaften.

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