Archiv des Autors: stadtgärtner

Runde Sache

Das mit der Vegetation ist ja so eine zirkuläre Angelegenheit. Wir erinnern uns: Letztes Jahr nach dem Beginn der Keimzelle machte als erste Ernte das Radieschen von sich reden. Und nun: Wieder das Radieschen.

Gleichfalls rund ist der freundschaftliche Gabentausch zwischen Keimzelle und dem Permakulturgarten beim Vorwerkstift.  Die Keimzelle gibt Kohlrabipflanzen und der Permakulturgarten Zitronenmelisse und Winterroggen.

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Cooking-Gardens und Garten-Piraten

Die Rhizome wachsen!! Unter der Oberfläche von Stadtbrachen und politischem Ödland wachsen die Verflechtungen und werden stärker:

Die Gartenpiraten stellen auf ihrer Internetplattform bundesweite Gartenprojekte vor. Auch ein Wurzelstrang der Keimzelle ist dort angekommen:  http://gartenpiraten.net/urbane-gaerten .

Und Cooking Gardens aus Hamburg sind seit kurzem Online und solidarisieren sich mit den Grünareal-Plänen der Keimzelle. Eine Eat-Art-Intervention von Cooking Gardens findet am 3.6. in Altona auf dem Spritzenplatz statt.

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Brachen zu Gärten!

Mit einem Demokratie Wagen war die “Keimzelle” auf dem Euromayday. Ganz entsprechend des Euromayday-Mottos – Bitte Platz nehmen – wurde für Gärten auf Brachen im Allgemeinen demonstriert und für das “Grünareal”, das Platz auf dem Areal der Alten Rindermarkthalle fordert, um einen Planungsgarten mit Gemüseanbau zu territorialisieren.

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Bilder Bilder Hochbeetbilder

Hier kommen sie – die Bilder vom Angärtnern. Es war ein “voller” Erfolg wie man sehen kann – 4 Kubikmeter Erde und ebenso viel Kuchen wurden bewegt, ohne Ende Kohlrabi und ebenso viele Menschen waren dabei:

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Alles vorbereitet fürs Hochbeetrichtfest!

Ihr könnt kommen! Die Keimzelle ist klein hat aber mit großem Gerät und kleinteiliger Aufmerksamkeit alles für das Hochbeetrichtfest, Angärtnern und Kuchenessen am Sonntag vorbereitet:

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Hochbeetrichtfest in der Keimzelle

Angärtnern – Hochbeetrichtfest – Kuchenessen
am Sonntag, 29.04. ab 16 Uhr

Da der Plan, mit dem Grünareal an der Alten Rindermarkthalle eine größere Fläche für den innerstädtischen, gemeinschaftlichen und kommunikativen Gemüseanbau zu schaffen, sich durch bürokratische Hemmnissen verzögert, vergrößert die Keimzelle die nutzbare Anbaufläche im Bestand.

Am Sonntag wollen wir ganze drei neue Hochbeete mit Erde befüllen und mit ersten Pflänzchen besetzen.

Alle sind eingeladen, dabei zu sein:
Gärtner_innen und solche, die es werden wollen, Freund_innen der Keimzelle und Kraftsportler_innen, die sich an größeren Erdbewegungen versuchen möchten, oder wer immer auch vorbeischauen will, um an einem Frühlingsnachmittag etwas Zeit in einem kleinen urbanen Garten zu verbringen…

Einige Kuchen haben sich bereits angekündigt, weitere sind gerne willkommen!
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Was ist mit dem Grünareal?

Als im Mai letzten Jahres mit der „Keimzelle“ ein sozialer Gemüsegarten am Rande des Ölmühlenplatzes entstand, war von Anfang an klar, dass diese kleine Fläche nur ein symbolisches Zeichen setzen konnte. Ihr Ziel war und ist ein großer Nachbarschaftsgarten auf dem Areal der ehemaligen Rindermarkthalle – als sozialer Treffpunkt, lokale Selbstversorgung und öffentliche Plattform. Zusammen mit Anwohnerinnen und Anwohnern soll eine nachhaltige Zukunft und ein beispielhafter Planungsprozess für das ungenutzte Areal entwickelt werden. Durch das gemeinsame Gärtnern kann eine „Agora“ für Stadtgestaltung entstehen, die Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Interessen Beteiligungsmöglichkeiten bietet: Eine kleinteilige temporäre und anwohnerorientierte Nutzung würde beginnen.

Was verhindert das Wachstum der „Keimzelle“ zum „Grünareal“ auf das Rindermarkt-Areal?

• von Seiten der städtischen Immobilienverwalterin SpriAG wurde ohne öffentliche Beteiligung ein Zwischennutzungsvertrag mit der Handelkette Edeka ausgehandelt, so dass das Areal ohne jede öffentliche oder politische Einflussnahme mindestens für die nächsten 10 Jahre vergeben ist und in den 13.000 qm der Alten Rindermarkthalle vor allem eines stattfindet: Kaufen, Kaufen, Kaufen. Die Anwohner_innen haben sich gegen eine Music Hall gewehrt – jetzt bekommen sie eine Shopping Mall.

• von Seiten der „Keimzelle“ wurde ein politisch-künstlerisches Konzept für einen Gemüsegarten auf dem Areal entwickelt – das „Grünareal“. Die Kulturbehörde Hamburg fördert das Projekt „Grünareal“ als Kunst im öffentlichen Raum. Vorausgesetzt, die städtischen Flächen stehen zur Verfügung.

Und genau das ist die Bruchstelle: Nach mehreren Verhandlungsrunden mit SpriAG und Finanzbehörde gibt es angeblich wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten für die neue Shopping Mall keinen Platz für das „Grünareal“. Angesichts einer Gesamtgröße des Geländes von 34000 Quadratmetern ist diese Aussage nicht nachzuvollziehen. Der Bezirk Mitte sieht auch keine Möglichkeiten auf angrenzenden Flächen. Und die Schulbehörde verweigert dem Projekt die temporäre Nutzung einer geeigneten Wiese auf dem Gelände des benachbarten Wirtschaftgymnasiums.

Die Hoffnung und das Engagement sterben zuletzt. Doch es scheint, dass die Stadt auch in diesem Fall das Angebot einer beteiligungsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung ausschlägt, obwohl die Bürgerschaft bereits im November 2010 ein Beteiligungsverfahren zur zukünftigen Entwicklung des ehemaligen Rindermarkthallen-Areals beschlossen hatte. Gemessen an diesem „Versprechen“ ist das faktische Vorgehen der politischen Instanzen ein Skandal.

Kein Platz auf dem Areal? Kein Raum für Beteiligung? Kein Ort für Kunst im öffentlichen Interesse? Keine Flächen für echte Nahversorgung?

Wir fordern die Stadt auf, dem „Grünareal“ die notwendigen Flächen zur Verfügung zu stellen!


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Hof-Keimlinge und Möhrenbeet

Jetzt war es soweit: Auf dem Hof vorm Deich waren die Kohlrabikeimlinge so gross geworden, dass sie mehr Platz brauchen und die Möhren sowieso. Platz nach unten, so dass sie direkt nach draussen und ins Hochbeet in der Keimzelle transferiert wurden.

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Und übrigens: Sonntags 16 Uhr Keimzelle

Ab sofort ist übrigens Frühling – jedenfalls in der Keimzelle. Denn hier ist es üblich, alles selbst zu machen und nicht zu warten, bis amtlicherseits gesagt wird, was Sache ist. Daher wird jetzt wieder jeden Sonntag ab 16 Uhr gegärtnert – mit allen, die wollen. Letztens wurde schon mal die Erde in einigen Pflanzbehältern ausgetauscht und Radieschen- und Bärlauchsamen in die selbe gebracht.

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Keimlinge keimen schon

Letztens auf dem Hof vorm Deich – als die Sonne warm ins Gewächshaus schien, da zeigte sich der Kohlrabi schon deutlich und die Möhre schaute vorsichtig aus der Erde.

Was uns aber auch bewegt – wie bunt und künstlich aber lustig und international darf ein Gemüsegarten sein? Blaue Tomaten aus Hongkong, Rettiche aus China oder Gelbe U-Boote als Biosaat? Nix für den Hof vorm Deich aber vielleicht was für St. Pauli!

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